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„Vertical Greening“ – lebende Kunst am Flughafen

In den beiden Terminals des Flughafens Frankfurt können Passagiere jetzt unter hängenden Gärten und in begrünten Bereichen Platz nehmen. In der Abflughalle von Terminal 2 schmückt zum Beispiel eine rund 135 Quadratmeter große Grünfläche die Wand.

Diese Technik der Begrünung nennt sich „Vertical Greening“: Dabei werden Pflanzen in spezielle Vliese ohne Erde gesetzt und durch eine Drainage automatisch bewässert. Am Airport wächst so aber nicht nur einfacher Rasen, sondern auch Farne, Kletterpflanzen und Flamingoblumen verleihen dem lebenden Kunstwerk Farbe.

Neben den vertikalen Gärten gibt es ab sofort auch begrünte Sitzecken mit Steckdosen und USB-Anschlüssen, die sich durch Pflanzen und ein neues Beleuchtungskonzept vom Rest des Terminals absetzen – damit können Passagiere der Hektik des Flugbetriebs ein Stück weit entfliehen.

Die neue Bepflanzung bietet nicht nur einen optischen Reiz, sondern sie sorgt sogar für mehr Sauerstoff und gibt dem Raum eine bessere Akustik. Der CO2-Gehalt sowie der Staubflug werden deutlich verringert, wodurch die Aufenthaltsqualität am Airport zusätzlich steigt.

Der Flughafen Frankfurt entwickelt zahlreiche Maßnahmen, um am größten Verkehrsdrehkreuz in Deutschland ein entspanntes Ambiente zu schaffen. Das „Silent Airport“-Konzept sorgt seit 2015 durch „lautlose“ Kommunikation mit dem Passagier, beispielsweise durch digitale Informationsübermittlung und die Reduzierung der Durchsagen, für eine ruhigere Atmosphäre. Die „Silent Chairs“ mit integrierten Lautsprechern und Strom- wie USB-Anschlüssen bieten seit dem vergangenen Jahr eine zusätzliche Rückzugsmöglichkeit im Transitbereich.

„Ferne Länder haben mich schon immer fasziniert"

Foto: Markus Weidner

Ob beruflich oder privat − für viele Menschen gehören Flugreisen einfach dazu. Wir haben Persönlichkeiten aus der Region über das Fliegen und den Flughafen gefragt. Hier antwortet Markus Weidner, Abteilungsleiter Trainerwesen und Internationale Beziehungen beim DFB:

Herr Weidner, erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Flug?
Ja, der ging am 2. Weihnachtsfeiertag 1987 in einer Boeing 747 der Pan Am von Frankfurt nach Rio de Janeiro mit Zwischenlandung in New York. Ich habe damals mit einer Freundin meine brasilianische Brieffreundin besucht. Das war alles sehr spannend, mein erster Flug und dann gleich nach Brasilien.

Wohin sind Sie von Frankfurt aus das letzte Mal geflogen?
Vorletzte Woche privat nach London mit meiner Lebensgefährtin, meinen beiden Kindern und dem Freund meiner Tochter.

Ihr Lieblingsort auf der Welt, den Sie schon gesehen haben?
Das ist ganz klar Ibiza abseits der Playa d’en Bossa. Hier bin ich mindestens einmal im Jahr. Die Insel übt eine Faszination auf mich aus und hier komme ich zur Ruhe.

Ihr Lieblingsziel, an dem Sie noch nie gewesen sind?
Palau im Südpazifik. Dort soll es fantastische Tauchgebiete geben.

Was mögen Sie am Frankfurter Flughafen besonders?
Das Zusammentreffen von Menschen aus aller Welt und die Senator Lounge im Abflugbereich der Halle B.

Was mögen Sie am Airport nicht?
Außenpositionen und die damit einhergehenden Busfahrten durchs „Rhein-Main-Gebiet“.

Ist der Flughafen Frankfurt für Sie persönlich wichtig, und warum?
Er ist wichtig, weil er mir nach kurzer Anfahrt die Welt erschließt. Ferne Länder haben mich schon immer fasziniert. Dass ich dies später auch noch mit meinem Beruf verbinden konnte, war eine glückliche Fügung des Schicksals.

Mit wem auf dem Flughafen würden Sie gern einmal tauschen?
Mit dem Fluglotsen im Tower oder alternativ mit einem Piloten im Airbus A380. Beides stelle ich mir spannend vor.

Wem würden Sie gern einmal begegnen?  
Hier habe ich keine Präferenzen, denn die spannendsten Begegnungen kamen meist unerwartet.

Welche drei Gegenstände nehmen Sie immer mit in den Flieger?
Pass, Geld, Kompressionssocken!

Über Markus Weidner
Markus Weidner wurde 1968 in Frankfurt geboren und arbeitet seit 1997 für den Deutschen Fußball-Bund (DFB). Seit 2006 leitet er dort die 16-köpfige Abteilung „Trainerwesen und Internationale Beziehungen“ und wurde nicht zuletzt deshalb zum Vielflieger. Seine Reisen führen ihn in alle Himmelsrichtungen, in klassische Fußballländer wie England oder Brasilien, aber auch an exotische Orte jenseits der Fußballlandkarte wie Kasachstan, Mosambik oder Ruanda. Die Frankfurter Neue Presse ernannte ihn deshalb kürzlich zum „Fußball-Außenminister“.

Zu Besuch bei der Lufthansa Technik

In der vergangenen Woche durften die 20 Teilnehmer des exklusiven „Ja zu FRA!“-Events bei der Lufthansa Technik einen Blick hinter die Kulissen werfen. Genauer: Besucht wurde der Standort Nord der Lufthansa Technik am Flughafen Frankfurt – also der Teil, an dem alle Flugzeugtypen mit Ausnahme des Airbus A380 gewartet werden.

Ausgestattet mit dunkelblauen Wollmützen und Warnwesten der Airline, absolvierte die Gruppe erst den obligatorischen Sicherheitscheck und betrat anschließend in zwei Zehnergruppen das Vorfeld. Dort wartete das erste Highlight des knapp 2,5-stündigen Besuchs: eine Führung durch die für den Start Richtung Südamerika vorbereitete Boeing 747-8 mit der Sonderlackierung „Fanhansa Siegerflieger“; das ist der Jumbo, mit dem die deutsche Nationalelf nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft 2014 aus Rio de Janeiro nach Deutschland zurückkehrte.

Nach ausführlichen Erklärungen im Cockpit, einem Abstecher in den fliegenden Ruheraum für die Flugbegleiter und ausgiebigen Tests der Business-Class- und First-Class-Sitze ging es als nächstes in eine riesige Werft, in der vor allem Mittel- und Kurzstreckenflugzeuge gewartet wurden. Bei einer weiteren Flugzeugbesichtigung wurden den Teilnehmern in einem A330 die Unterschiede zwischen Flugzeugen von Airbus und Boeing veranschaulicht. Bevor die zufriedenen und gut gelaunten Teilnehmer die Heimreise antraten, wurde ihnen noch ein Abstecher im Bereich der Triebwerkwartung geboten. Dort erfuhren sie mehr über die Entwicklung und die Funktionsweise moderner Triebwerke.

Am Flughafen Frankfurt befindet sich der zentrale Wartungsstandort der Lufthansa Technik – eine Welt, die niemals schläft. An 365 Tagen im Jahr und rund um die Uhr arbeiten hier mehr als 4.000 Beschäftigte und sorgen dafür, dass über 700 Flugzeuge (260 davon allein von der Lufthansa) betreut und gewartet werden.

„Ja zu FRA!“ bietet regelmäßig spannende Einblicke hinter die Kulissen. Unsere Gruppen besuchten bereits die Festhalle, das Städel Museum und die Frankfurter Buchmesse, das Perishable Center, das Safety Mock-up von Condor und jetzt eben die Lufthansa Technik im Norden des Flughafen Frankfurt. Die „Ja zu FRA!“-Events werden jeweils rechtzeitig auf dieser Website angekündigt.