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Aktuelles

Tourismus in Frankfurt weiterhin auf Rekordkurs

© #visitfrankfurt, Foto: Holger Ullmann

Der Tourismus in Frankfurt wächst im neunten Jahr in Folge. 2018 sollen erstmals mehr als zehn Millionen Übernachtungen verbucht werden. Schon in den ersten fünf Monaten des Jahres haben 2,28 Millionen Besucher in Frankfurts Unterkünften übernachtet – fünf Prozent mehr als im bisherigen Rekordjahr 2017.

Vor allem die Zahl der ausländischen Gäste hat in den ersten fünf Monaten zugenommen. Immer mehr Reisende aus den USA, China und Japan besuchen die Mainmetropole. Die Zahl europäischer Gäste ist sogar um zweistellige Werte gewachsen. Touristen aus Spanien, Großbritannien, Niederlande, Italien und Frankreich liegen dabei an der Spitze. Erkennbar ist dies auch am deutlichen Ausbau der europäischen Flugverbindungen zum Sommerflugplan 2018 am Flughafen Frankfurt.

Frankfurt profitiert nach wie vor von den vielen Geschäftsreisenden des Banken- und Messestandorts, aber auch von Urlaubsreisenden, die Stadt und Kultur erkunden wollen. In diesem Jahr sorgt die neue Frankfurter Altstadt, die am letzten Septemberwochenende feierlich und offiziell eröffnet wird, für einen ganz besonderen Anreiz.

Gäste aus aller Welt empfängt Frankfurt am größten Luftverkehrskreuz Europas, dem Flughafen Frankfurt. Mit mehr als 61 Millionen Passagieren ist der Airport der größte Verkehrsflughafen in Deutschland.

Testphase: Virtual-Reality-Training für Bodenverkehrsdienste

Der Flughafen Frankfurt und der Airline-Verband IATA starten einen Testlauf mit virtuellen Schulungen für die Bodenverkehrsdienste. Piloten werden schon lange mit Virtual-Reality-Programmen ausgebildet. Jetzt soll die Technologie auch für die Ausbildung von Ramp Agents erprobt werden. Etwa 100 Beschäftigte des Flughafens Frankfurt sollen das neue Schulungsprogramm „Ramp VR“ ausprobieren.

Mit dem neuen Programm können zwei Abfertigungsverfahren trainiert werden: das Einwinken eines Flugzeugs in seine Parkposition am Flugsteig sowie die „Aircraft Turnaround Inspection“, bei der das Vorfeld kontrolliert und ein ankommendes Flugzeug auf äußere Schäden wie Kratzer oder Dellen überprüft wird.

Das virtuelle Training bietet viele Vorteile, vor allem aber eine deutliche Reduzierung des logistischen Aufwands. Denn bisher fanden die praktischen Schulungen an mehreren Tagen auf dem Vorfeld unter hohen Sicherheitsvorkehrungen und logistischem Aufwand bei laufendem Flugbetrieb statt. Mit dem „Ramp VR“ brauchen Auszubildende lediglich eine 3D-Brille, einen neun Quadratmeter großen Raum und einen Hochleistungsrechner. Die 3D-Animation schafft eine realistische, interaktive Umgebung und kann viele unterschiedliche Szenarien simulieren, z. B. Tag- und Nachtbetrieb, verschiedene Witterungsbedingungen und unterschiedliche Verkehrssituationen. Zu den weiteren Vorteilen zählt die einfache Wiederholbarkeit von schwierigen Situationen. Ein Tastendruck genügt dazu, während gleichzeitig die Angst vor Fehlern Vergangenheit ist.

Die dreimonatige Testphase soll zeigen, ob die VR-Schulungen effektiv und wirtschaftlich sind. Wenn das Pilotprojekt positiv beendet wird, will der Flughafenbetreiber weitere Abfertigungsverfahren als Module integrieren und testen.

Der „Ramp VR“ der IATA wurde 2017 auf der Ground Handling Conference in Bangkok mit dem Technology Award der International Airport Review ausgezeichnet.

Der Flughafen Frankfurt gehört zu den führenden Airports im Bereich Smart Logistics. Bereits im Winter testete der Flughafenbetreiber in einem innovativen Pilotprojekt den automatisierten Einsatz von Schneeräumfahrzeugen. Im Oktober 2017 wurden selbstfahrende und von einem Elektromotor angetriebene Kleinbusse auf dem Betriebsgelände des Airports eingesetzt.

Neues Projekt zur Reduzierung der Lärmemissionen am Morgen

Die Deutsche Flugsicherung DFS hat gemeinsam mit Lufthansa, Lufthansa Cargo und Condor das Projekts EMAS (Early Morning Arrival Stream Frankfurt) ins Leben gerufen und ein neues Verfahren getestet, um den Fluglärm bei den morgendlichen Anflügen auf den Flughafen Frankfurt zu verringern. Möglich wird dies durch besser kalkulierbare und gleichförmigere Anflugströme auf den Flughafen.

Am frühen Morgen kommen in Frankfurt vor allem Langstreckenflüge aus Asien und Nordamerika an, die teilweise verfrüht, also vor 5 Uhr den Nahbereich des Airports erreichen.

Um dies einzudämmen, erhalten Piloten bereits mehrere Stunden vor dem Anflug eine individuelle Landezeit übermittelt. Dadurch können sie Schub herausnehmen und die Geschwindigkeit anpassen, um nicht zu früh in den Flughafenbereich einzudringen und um Warteschleifen zu vermeiden. Die genauere Einhaltung der Zielzeiten führt zu weniger Emissionen und einer deutlichen Lärmreduzierung.

Der erste Testbetrieb fand bereits Anfang des Jahres statt. Die Flugzeit, in der sich die Flugzeuge in unmittelbarer Nähe zum Flughafen befinden, wurde um durchschnittlich zehn Prozent reduziert. Außerdem konnten Flugstrecken im Horizontalflug unter 8.000 Fuß um etwa ein Fünftel reduziert werden. Das Konzept soll nun weiter untersucht werden und nach einer weiteren erfolgreichen Testphase 2019 in den Regelbetrieb übergehen.

Der Flughafen Frankfurt ist bundesweit und auch international Vorreiter beim aktiven Schallschutz. Maßnahmen des aktiven Schallschutzes setzen an der Lärmquelle selbst an. Damit unterscheiden sie sich von Maßnahmen des passiven Schallschutzes, die am Einwirkungsort des Lärms ansetzen. Im letzten Jahr wurden bereits zwölf Schallschutzmaßnahmen in den Regelbetrieb übernommen. Das neue Projekt knüpft an diese Arbeit an und eröffnet neue Möglichkeiten. Mehr zu Fluglärmverringerung und Schallschutz erfahren Sie unter: http://www.ja-zu-fra.org/ oder http://www.fraport.de/