Menu

Dieter David Seuthe: „Sprungbrett in die Welt“

Foto: Michael Utz

Ob beruflich oder privat − für viele Menschen gehören Flugreisen einfach dazu. Wir haben Persönlichkeiten aus der Region über das Fliegen und den Flughafen gefragt. Hier antwortet Dieter David Seuthe, Autor und Psychotherapeut. Sein Roman „Frankfurt verboten“ steht im Mittelpunkt des diesjährigen Lesefests „Frankfurt liest ein Buch“.

Herr Seuthe, erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Flug?

Natürlich, das war 1978, und es ging nach Spanien. Ich hatte Flugangst, habe bis dahin das Fliegen vermieden. Aber nach 20 Minuten war die Angst weg. Ich habe erfahren, dass mein Körper die Stresshormone nur für kurze Zeit produziert, und später verstanden, dass die Biologie diese zusätzliche Fluchtenergie bei Stress und Gefahr nur für maximal 20 Minuten zur Verfügung stellt. Das war eine wichtige Erkenntnis, die mich später meine vielen Langstreckenflüge nach Amerika, Asien und Neuseeland ohne Angst hat antreten lassen.

Wohin sind Sie von Frankfurt aus das letzte Mal geflogen?

Palermo, eine private Reise. Wir wollten die goldenen Mosaiken der byzantinischen Capella Palatina sehen und die Reste der griechischen Kultur dort, das schöne Klima im deutschen Februar genießen und die schöne Stadt und, und, und …

Ihr Lieblingsort auf der Welt, den Sie schon gesehen haben?

Wellington, Neuseeland, wo ich (neuseeländischer Staatsbürger) drei Jahre lang gelebt habe.

Ihr Lieblingsziel, an dem Sie noch nie gewesen sind?

Es gibt zwei: Taj Mahal in Agra und die japanischen Gärten von Kyoto. Ersteres, da ich als Autor natürlich auch die großen Liebesgeschichten dieser Welt bewundere. Ich würde hoffen, dass ich einen Abglanz davon dort immer noch spüren kann. Und die Schönheit japanischer Gärten hat mir schon immer imponiert. Drei davon habe ich sogar selbst angelegt: 1983 auf unserem Dachgarten in Frankfurt-Bornheim, 1993 in Christchurch, Neuseeland, um unser neu gebautes Haus herum, und 2008 in Frankfurt-Sindlingen, beim Erstbezug eines Reihenhauses, dessen Garten noch eine Mutterboden-Wüste war.

Was mögen Sie am Frankfurter Flughafen besonders?

Dass unser vierjähriger Enkel so begeistert und aufgeregt ist, wenn wir mit ihm manchmal den Flughafen besuchen und in der SkyLine-Hochbahn fahren.

Ist der Flughafen Frankfurt für Sie persönlich wichtig, und warum?

Nicht mehr, weil ich heute kaum noch fliege. Aber früher war Frankfurt als der zentrale Flughafen immer mein naheliegendes Sprungbrett in die Welt − in der Tat, weil man von hier praktisch überall hin ohne große Umwege gelangen konnte.

Mit wem auf dem Flughafen würden Sie gern einmal tauschen?

Mit Vorstandsmitglied Anke Giesen, weil sie unter anderem für den Bereich „Personal/Führungskräfte In-/Ausland“ zuständig ist. Aus vielen Gesprächen mit Fraport-Mitarbeitern weiß ich, wie gut die Betreuung des eigenen Personals bei der Fraport ist. Das finde ich beeindruckend und ich frage mich immer, wie das bei einer solchen Unternehmensgröße so gut funktioniert. In der Position von Frau Giesen könnte ich darüber sicherlich mehr erfahren.

Wem würden Sie gern einmal begegnen?

Jemandem, der zu seiner Hochzeit nach Frankfurt kommt und gerade am Airport gelandet ist.

Welche drei Gegenstände nehmen Sie immer mit in den Flieger?

Nackenkissen, Buch, und wegen der recht trockenen Luft an Bord eine Brille statt meiner Kontaktlinsen.