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Maja Wolff: „Das Tandem ist meist mit im Gepäck“

Foto: Sabine Imhof

Ob beruflich oder privat − für viele Menschen gehören Flugreisen einfach dazu. Wir haben Persönlichkeiten aus der Region über das Fliegen und den Flughafen gefragt. Hier antwortet Maja Wolff. Die Frankfurter Schauspielerin und Kabarettistin ist Geschäftsführerin und Gastgeber (Anton Le Goff) des Grüne Soße Festivals.

Frau Wolff, erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Flug?

Ja, sehr genau sogar. Das war am 3. Mai 1986, eine Woche nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Da habe ich es vorgezogen, mit meiner neugeborenen Tochter nach La Gomera zu fliegen. Auf die Idee, der Reaktorwolke zu entfliehen, war ich wohl nicht alleine gekommen. Drei Wochen habe ich dort das Leben unter gefühlt Hunderten von Schwangeren und Müttern mit Kleinkindern ausgehalten. Dann bin ich entnervt nach Frankfurt zurück.

Wohin sind Sie von Frankfurt aus das letzte Mal geflogen?

Nach dem letzten Grüne Soße Festival ging es nach Kreta. Sieben Tage den Kopf freipusten. Guter Fisch, beste Oliven, leckerer Wein – und: keine Grüne Soße!

Ihr Lieblingsort auf der Welt, den Sie schon gesehen haben?

New York. Im Sommer 2011 von Frankfurt nach Montreal und von dort mit dem Tandem in 10 Tagen nach New York. Das war der Hammer! Vier Tage durch die Straßenschluchten von NY zu fahren. Als kleines Highlight stand Stomp im Orpheum Theatre auf dem Programm.

Ihr Lieblingsziel, an dem Sie noch nie gewesen sind?

Kolumbien, um es mit dem Tandem zu entdecken. Das würde mich schon sehr reizen.

Was mögen Sie am Frankfurter Flughafen besonders?

Dass ich dort Freunde und Familie abholen kann, die ich vermisst habe. Vor allem, wenn sie so lange weg waren. Und in Frankfurt klappt es immer völlig problemlos, unser Tandem in eine Maschine zu verfrachten. Das geht an anderen Flughäfen längst nicht so unkompliziert. Das ist einfach ein schöner Service.

Was mögen Sie am Airport nicht?

Wenn man Angst vor dem Fliegen hat, so wie ich, ist das Warten auf den Abflug mit mir nicht gerade eine Spaßveranstaltung. Frankfurt wäre ohne Flughafen sicherlich nicht das Frankfurt von heute. Eine prosperierende Stadt mit über 130 Nationen, die in Eintracht miteinander leben, das liebe ich einfach an Frankfurt. Aber fragen müssen wir uns auch, wie sich wirtschaftliche Interessen und Lebensqualität besser vereinbaren lassen. Wenn ich im wunderschönen Garten des Elternhauses meines Vaters in Mühlheim bin, nehme ich die lauten Flieger wahr und denke nicht gerade über die wirtschaftliche Bedeutung des Flughafens für die Region.

Ist der Flughafen Frankfurt für Sie persönlich wichtig, und warum?

Vielflieger bin ich aus den genannten Gründen nicht gerade, wenngleich ich einräumen muss, dass es sehr bequem ist, von Frankfurt aus zu starten und dort auch wieder anzukommen.

Mit wem auf dem Flughafen würden Sie gern einmal tauschen?

Am liebsten mal mit einem Piloten! Ich würde den Tag im Flugsimulator verbringen, mir alles zeigen lassen und eine A380 in Frankfurt zur Landung bringen. Ja, das könnte mir gefallen.

Wem würden Sie gern einmal begegnen?

Ich hab mal Herbert Grönemeyer gesehen – aber er war in Eile. Das war echt schade.

Welche drei Gegenstände nehmen Sie immer mit in den Flieger?

Ein dickes Kreuzworträtselheft muss immer mit in den Flieger. Das zerstreut so schön. Eine aktuelle Tageszeitung. Und meistens unser Tandem.