Menu

Aktuelles

Defibrillatoren am Flughafen unterstützen bei Ersthilfe

Expertenschätzungen zufolge erleiden rund 120.000 Menschen im Jahr in Deutschland einen plötzlichen Herztod. Um Leben zu retten, sind im Flughafen Frankfurt 130 automatische externe Defibrillatoren (AED) verteilt.

Denn das Rettungsteam der Frankfurter Flughafenklinik kann nicht überall sein. Daher ist es wichtig, dass auch Passagiere, Besucher oder Flughafen-Mitarbeiter Erste Hilfe leisten. Falsch machen können die Ersthelfer nichts. Die Defibrillatoren sind einfach in der Handhabung und überall am größten deutschen Airport verteilt. Ob sich ein Notfall nun in einem der Terminals oder in den Parkhäusern ereignet – innerhalb von einer Minute ist eines dieser Geräte zu erreichen.

Die Defibrillatoren lotsen den Ersthelfer quasi Schritt für Schritt mittels Sprachsteuerung und Piktogrammen durch die notwendigen Maßnahmen. Einige Geräte verfügen auch über eine GPS-Ortungsfunktion und verbinden den Ersthelfer so mit der Rettungsleitstelle. Rund 50 erfolgreiche Reanimationen durch Ersthelfer gab es laut Flughafenklinik allein im vergangenen Jahr am Airport. Im Schnitt wurde demnach also etwa alle sieben Tage ein Leben gerettet.

Flughafenfeuerwehr macht „Inventur“

Die Frankfurter Flughafenfeuerwehr trägt enorme Verantwortung: Sie eilt zur Hilfe, wenn es irgendwo am Flughafen brennt. Wie vielfältig und umfangreich ihre Arbeit ist, hat sie zuletzt in der sogenannten Tetris-Challenge der Öffentlichkeit anschaulich dargestellt.

Dazu machte die Frankfurter Flughafenfeuerwehr „Inventur“ und leerte einen Ersatz-Löschwagen komplett aus. Für die Schnappschüsse ordnete die Besatzung ihre komplette Ausrüstung akkurat auf dem Boden an, legte sich dazu und ließ sich dann aus der Luft fotografieren. Vorbild für die Challenge ist das Computerspiel „Tetris“, bei dem man Bausteine aneinanderreihen muss.

Unter dem Hashtag #tetrischallenge hat die Aktion auf Instagram schon weit mehr als 26.000 Beiträge. Teilnehmer posten Bilder, die das Innenleben von beispielsweise Rettungswagen, Polizeiautos oder auch Handtaschen zeigen. Angefangen hat die Tetris-Challenge in der Schweiz, als eine kleine Polizeistreife ein Foto von ihrer Ausrüstung veröffentlichte. Das ging viral: Alle möglichen Berufsgruppen weltweit, darunter Militär, Polizei oder Köche, haben sich und ihr Arbeitsmaterial abgelichtet. Auch Mütter oder Schulkinder zeigen, was sich in ihren Taschen und Rucksäcken so alles befindet.

Denn mit der Challenge ist auch eine Botschaft verbunden: Respekt vor den vielfältigen Lebenswelten einzelner Menschen oder ganzer Berufsgruppen, die mit ihren unterschiedlichen Tätigkeiten zum gesellschaftlichen Miteinander beitragen.

Ein „cooler Job“

Jetzt kommt sie wieder: Die kalte Jahreszeit. Doch die Enteisungsspezialisten für Flugzeuge haben das ganze Jahr über zu tun – und tragen große Verantwortung.

Denn vereiste Tragflächen können die Aerodynamik eines Flugzeugs empfindlich stören. Wenn das Kerosin in den Tanks in großer Flughöhe der Kälte ausgesetzt war, kann am Boden durch das Kondenswasser auf der Oberfläche der Tragflächen eine Eisschicht entstehen, die durchaus gefährlich werden kann. Ob für ein Flugzeug eine Enteisung notwendig ist oder nicht, entscheidet allein der Pilot. Denn er kennt seine Maschine in- und auswendig und beurteilt abhängig von diversen Kriterien - Temperatur, Niederschlag oder Material - , ob er eine Enteisung anfordert.

Wenn ja, treten die Enteisungsspezialisten der Firma N*ICE, eine Beteiligungsgesellschaft von Fraport und Swissport, auf den Plan. Sie enteisen das Flugzeug dann entweder direkt an der Parkposition oder auf speziellen Flächen auf dem Weg zur Startbahn. Wie viel Enteisungsflüssigkeit benötigt wird, richtet sich nicht nur nach der Flugzeuggröße, sondern auch nach der Wetterlage.

Üblicherweise beginnt Mitte Oktober die Hoch-Zeit für die Spezialisten. Manchmal kommt es aber noch im Mai zu Enteisungen. Damit im Winter alles problemlos klappt, wird im Sommer trainiert. Das Training kann bei großer Hitze eine durchaus schweißtreibende Arbeit sein.

Beim Sommer-Training schießt Wasser ohne jegliche Zusätze aus den Düsen. Im Winter hingegen wird das Wasser auf bis zu 80 Grad Celsius erhitzt und mit Enteisungsflüssigkeiten auf Glycol-Basis gemischt – in welchem Verhältnis hängt von der Außentemperatur ab.

Für das Training gibt es ein eigenes Übungsflugzeug. Es steht auf einer Sonderfläche im südlichen Teil des Flughafens. Darüber hinaus gibt es drei Simulatoren, um die Bedienung der rund 70 Spezialfahrzeuge risikofrei zu üben.

Seiten