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Neues Anflugverfahren reduziert CO2-Ausstoß

Foto: Lufthansa Group

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) und die Lufthansa haben ein neues Anflugverfahren entwickelt, das nicht nur CO2 und Treibstoff einspart, sondern auch weniger Lärm verursacht. Das Efficent Flight Profile Concept (EFP) wurde am Flughafen Frankfurt bereits umgesetzt und kann schon jetzt eine positive Bilanz vorweisen.

Die DFS und die Lufthansa haben den starken Rückgang des Luftverkehrs während der Corona-Krise genutzt und ein effizienteres Anflugverfahren unter anderem am Flughafen Frankfurt eingeführt. Das neue Konzept ermöglicht es, optimierte Flugwegführungen zu planen. Ein durchgängiger und früher eingeleiteter Sinkflug reduziert Lärmemissionen sowie den Ausstoß von CO2 und spart darüber hinaus Treibstoff. Seit Mai können Flugzeuge ihren Sinkflug mehr als 370 Kilometer vor dem Startpunkt des eigentlichen Landeanflugs beginnen und ihren Kurs weitestgehend ohne Korrekturen verfolgen.

Das neue EFP wurde innerhalb von nur fünf Wochen entwickelt und an den größten deutschen Flughäfen implementiert. Schon jetzt können erste positive Schlüsse gezogen werden, denn erste Auswertungen zeigen, dass allein die Lufthansa Group seit Einführung des neuen Konzepts den Ausstoß von CO2 um mehr als 2.000 Tonnen pro Monat reduzieren konnte. Das neue Anflugverfahren soll natürlich auch bei steigender Verkehrslast Bestandteil des täglichen Flugbetriebs bleiben.

Frankfurter Flughafen nimmt Startbahn West wieder in Betrieb

Nach nun fast sechs Monaten Stillstand soll die Startbahn West am Flughafen Frankfurt am 15. Oktober wieder in Betrieb genommen werden.  Sie war im Mai 2020 angesichts der Corona-Krise und des damit verbundenen geringeren Flugverkehrs temporär außer Betrieb genommen worden.

Ab Mitte Oktober sollen auf der Startbahn im Westen wieder Flugzeuge starten. Grund für die Wiederinbetriebnahme ist der bevorstehende Winter, in dem bei entsprechender Witterung wieder mehr Flugzeuge vor dem Start enteist werden müssen. Die dafür notwendigen Einrichtungen befinden sich am Kopf der Startbahn 18 "West" und können nur bei geöffneter Piste genutzt werden. Für den Winter muss außerdem bei Schneefall und Räumungsarbeiten mit kurzzeitigen Einschränkungen der Nutzbarkeit einzelner Start- und Landebahnen gerechnet werden. Um Engpässe zu vermeiden, ist dann die Verfügbarkeit aller Pisten von großer Bedeutung.

 

Corona-Tests: Frankfurter Flughafen zieht positive Bilanz

Zum Ende der Hauptreisezeit zieht der Flughafen Frankfurt eine positive Zwischenbilanz. In den Coronatestzentren an Deutschlands größtem Luftverkehrsdrehkreuz wurden inzwischen über 250.000 Tests durchgeführt. Während der letzten sechs Wochen sind etwa ein Prozent der Tests positiv ausgefallen.

Seit Ende Juni haben Reisende bei Abflug oder Ankunft am Flughafen Frankfurt die Möglichkeit, sich auf COVID-19 testen zu lassen. Zum einem im deutschlandweit ersten  „Walk-in“-Corona-Testzentrum, das in Kooperation mit CENTOGENE, Lufthansa und der Fraport AG betrieben wird. Seit dem 30. Juli 2020 gibt es ein weiteres Testzentrum, das in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz in Betrieb genommen wurde. Hier werden die Tests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten kostenlos angeboten.

In allen Bundesländern sind die Sommerferien nun vorbei und damit auch der Rückkehrstrom vieler Urlauber. Aufgrund der neuen Cororna-Regelungen sind Reisekückkehrer aus Risikogebieten voraussichtlich noch bis Ende September dazu verpflichtet, sich auf COVID-19 testen zu lassen. Im August wurden 97 Prozent der Corona-Testergebnisse innerhalb von 24 Stunden digital an den Fluggästen zur Verfügung gestellt und mit dem Flugticket verknüpft. Passagiere, die sich im Vorfeld für den Test registriert hatten, mussten weniger als 20 Minuten auf deren Durchführung warten. Zu den über 250.000 getesteten Personen gehören auch rund 50.000 Passagiere, die für die Einsreise in Länder wie China oder Dubai ein negatives Testergebnis vorweisen mussten. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde die Kapazität der Testzentren am Flughafen Frankfurt auf rund 10.000 Tests pro Tag ausgeweitet. Dazu wurde die Fläche für die Probenentnahme erweitert und der Einsatz von Mitarbeitern erhöht.