Menu

Aktuelles

Historischer Tageshöchstwert: Erstmals über 240.000 Passagiere

Spitzenwert im Juni: Zu Beginn der Sommerferien in Hessen und Rheinland-Pfalz erzielte der Flughafen Frankfurt das bisher höchste Tagesaufkommen in der Geschichte des Flughafens: Am 30. Juni zählte er 241.228 Passagiere. Trotz Rekordzahlen lief der Betrieb äußerst stabil.

Im gesamten Monat Juni nutzten rund 6,6 Millionen Passagiere den Flughafen. Das ist ein Zuwachs von 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dabei überschritten erstmals alle Tageswerte die magische Grenze von 200.000 Fluggästen. Vor allem der Verkehr in den Mittelmeerraum wuchs überproportional. Im Interkontinentalverkehr war Afrika Wachstumsträger mit einem zweistelligen Anstieg, aber auch der Nahostverkehr zog wieder an.

Mit 45.871 Starts und Landungen nahm die Zahl der Flugbewegungen um 1,4 Prozent zu. Die Summe der Höchststartgewichte stieg um 1,7 Prozent auf rund 2,8 Millionen Tonnen an.

Das erste Halbjahr hat der Airport erfolgreich abgeschlossen mit einem Plus von 3,0 Prozent auf über 33,6 Millionen Fluggäste im Vergleich zu 2018. Die Flugbewegungen und auch die Höchststartgewichte nahmen jeweils um 2,1 Prozent auf 252.316 Starts und Landungen beziehungsweise auf knapp 15,6 Millionen Tonnen zu. Betrachtet man das erste Halbjahr, legte der Interkontinentalverkehr am dynamischsten zu. Die Nachfrage nach Urlaubsdestinationen wie Ägypten und Tunesien sorgten nach wie vor für hohe Anstiege.

Nicht nur bei den Verkehrszahlen konnte der Frankfurter Airport eine erfolgreiche Bilanz ziehen. Beim kürzlich durchgeführten „Flughafencheck 2019“ der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) wies der Flughafen ein gutes Sicherheitsniveau weit über die gesetzlichen Vorschriften hinaus auf. Die Vereinigung Cockpit ist ein Berufsverband von Piloten und Flugingenieuren mit Sitz in Frankfurt am Main und führt nun schon seit mehr als 40 Jahren den sogenannten Flughafencheck durch. Bewertet werden dabei die Sicherheit in Bezug auf An- und Abflug, Verhinderung von unbeabsichtigtem Befahren einer Piste, das Rollen und Parken und weitere sicherheitsfördernde Ausrüstungen.

Als Kurier rund um die Welt jetten

Foto: Samedaylogistics (SDL)

Eigentlich war Kurt Linnert schon in Rente – doch dann tat sich ein neuer Job auf: als Flugkurier. Nun hebt der Kelsterbacher vom Frankfurter Flughafen ab in alle Welt.

„Der Markt wird immer größer“, sagt Linnert. Für seinen Arbeitgeber Samedaylogistics (SDL) jettet er rund um den Globus und bringt Express-Lieferungen zu Kunden; Ersatzteile beispielsweise. „Die Unternehmen, die uns Aufträge erteilen, sind in einer Notlage“, erklärt der 66-Jährige. „Die Ware muss von jetzt auf gleich da sein, damit das Fließband nicht stehen bleibt.“

Das heißt für die rund 100 Flugkuriere der Kelsterbacher Firma, dass sie entsprechend spontan zur Verfügung stehen müssen. „Im Schichtplan trage ich mich mit Grün auf Abruf ein“, erzählt der ehemalige Sparkassenbetriebswirt. „Es kann vorkommen, dass ich dann zwei oder drei Stunden später schon im Flieger sitze. Wenn ich im Urlaub oder anderweitig verhindert bin, stelle ich auf Rot.“ Allerdings nimmt er maximal einen Auftrag pro Woche an. Diese Vereinbarung habe er mit seiner Frau Heidi getroffen.

Linnert ist im südhessischen Allmendfeld bei Gernsheim geboren. Umtriebig war er schon immer. Mehr als 40 Jahre arbeitete er bei der Kreissparkasse Groß-Gerau, unter anderem als Filialleiter in Kelsterbach. „2009 war dann der Posten des Ersten Stadtrats von Kelsterbach frei“, sagt Linnert. Also wechselte er in die Kommunalpolitik. Mit 63 ging er in Rente. Der Ruhestand war allerdings nur von kurzer Dauer. Er gründete eine eigene kleine Immobilienfirma, arbeitet immer noch ehrenamtlich in der Kommunalpolitik – und eben als Flugkurier. Von dem Job erzählte ihm ein alter Bekannter, Holger Zulauf, der Geschäftsführer von SDL.

Seither fliegt er - vor allem Langstrecken, am häufigsten in die Vereinigten Staaten und nach Kanada. „Ich fliege immer wieder sehr gerne nach Chicago“, sagt Linnert. Der Flughafen von Chicago gehört zu seinen Lieblingsflughäfen. „Ich mag aber auch Singapur, Schanghai und Seoul – und natürlich Frankfurt. Ich freue mich immer wieder zurückzukommen.“

Im nächsten Beitragsteil erzählt Linnert über seine Aufgaben als Flugkurier, die Herausforderungen dieses Jobs und gibt Tipps rund um das Fliegen.

Mit „Ja zu FRA!“ zur Baustelle Terminal 3

Am 17. Juli 2019 hat „Ja zu FRA!“ zu einer ganz besonderen Flughafentour eingeladen: eine Rundfahrt zur Baustelle Terminal 3. Die Teilnehmer konnten sich aus nächster Nähe ein Bild von den Baufortschritten machen.

Derzeit wird unweit des Terminals ein neues Parkhaus gebaut. Wer hier künftig parkt, hat direkten Zugang zum neuen Terminal. Bis zur Fertigstellung des Mega-Bauprojekts im Jahre 2023 sollen insgesamt 8.500 Parkplätze entstehen. Zudem wird an der Erweiterung der Anschlussstelle Zeppelinheim an die A5 für das Terminal 3 gearbeitet, damit der erwartete zusätzliche Straßenverkehr auch in Stoßzeiten rollt. Mit vorbereitenden Maßnahmen für den Ausbau wurde bereits im zweiten Quartal begonnen.

Ein Tourguide versorgte die Teilnehmer mit weiteren interessanten Details zu einem der größten privat finanzierten Bauprojekte Europas, das mit dem Spatenstich im Oktober 2015 seinen Anfang nahm: So 

entstand beim Trockenaushub im November 2015 in nur sechs Monaten eine 65.900 m² große Baugrube mit einer Tiefe von 5,5 Metern. Dafür schaufelten Bagger täglich bis zu 300 Lkw-Ladungen Erde weg. Danach wurde mit dem Spezialtiefbau und Ende April dieses Jahres dann nach feierlicher Grundsteinlegung mit dem Hochbau des Terminal-Hauptgebäudes begonnen. Bis zu 21 Millionen Reisende pro Jahr können künftig die Abflughalle mit einer Deckenhöhe von 18 Metern bestaunen.

Mit einem neuen Personen-Transport-System sollen die Fluggäste in acht Minuten von Terminal 1 zu Terminal 3 kommen. Auf einer Fläche, die mit 149.000 Quadratmetern rund 22 Fußballfeldern entspricht, sorgen am neuen Terminal bis zu 100 Check-in-Schalter und Drop-off-Points sowie 15 Gepäckausgabebänder für einen reibungslosen Ablauf des Flugbetriebs. Zudem gibt es drei neue Flugsteige mit über 1.600 Metern Länge.

Aber auch Wissenswertes abseits des Baus erfuhren die Teilnehmer bei der Tour: So ist die etwa 600 Hektar große Grünfläche rund um Start- und Landebahnen und die Rollwege des Flughafens Frankfurt eine der größten nicht landwirtschaftlich genutzten offenen Flächen in der Region - und sogar weit darüber hinaus. Dort findet sich der Vogel des Jahres 2019 richtig wohl: die Feldlerche. Auf den Wiesen abseits der Rollbahnen brütet sie ihre Junge aus. Um die Population kümmert sich das Wildlife-ControlTeam von Fraport.

„Ja zu FRA!“ bietet regelmäßig spannende Einblicke hinter die Kulissen des Flughafens und von Orten seiner Bedeutung für Stadt und Region. Neben der Terminal-3-Tour gibt es viele weitere Flughafenrundfahrten, die sich großer Beliebtheit erfreuen, darunter die Sunset-Tour, die Feuerwehr-Tour oder auch individuell zusammengestellte Touren. Mehr Infos zur Buchung gibt es hier.