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Aktuelles

Flughafen Frankfurt startet Sanierung der Südbahn

Produktiv durch die Krise: Aufgrund der Einschränkungen des Flugverkehrs durch die anhaltende Corona-Pandemie schließt der Flughafen Frankfurt ab 6. April auch die südliche Start- und Landebahn. Die vorübergehende Stilllegung soll jedoch nicht ungenutzt bleiben: Der Flughafenbetreiber Fraport plant in diesem Zeitraum die Umsetzung einer grundlegenden Sanierung der Südbahn.

 

Nach Schließung der Nordwest-Landebahn ist seit dem 6. April auch die Südbahn des Frankfurter Flughafens außer Betrieb gesetzt. Durch die vorübergehende Betriebssperrung ergibt sich der Fraport nun die Möglichkeit, die ohnehin intendierte Sanierung des südlichen Start- und Landefelds während der Stilllegungsphase vorzunehmen. Mit Ausbleiben der Abflug- und Landemanöver können die Bauarbeiten vollständig tagsüber absolviert werden.

Neben den umfassenden Instandhaltungsarbeiten setzt die Fraport dabei auch gezielt auf die Umsetzung von Modernisierungsmaßnahmen, die einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Im gesamten Bereich des südlichen Rollfelds werden die umweltschädlicheren Halogenleuchten gegen energiesparende und damit klimaschonendere LED-Lampen ersetzt. Die Sanierungsarbeiten an dem 192.000 Quadratmeter großen Areal sollen innerhalb eines Zeitfensters von nur drei Wochen abgeschlossen werden.

Jede Stille ist nur so gut wie ihre Freiwilligkeit

Foto: Stephan Jockel

Die Ausbreitung des Coronavirus und die damit verbundenen Gegenmaßnahmen bedeuten enorme Einschränkungen für das Leben zahlloser Menschen. Auch an unseren Frankfurter Persönlichkeiten geht der vorherrschende Ausnahmezustand nicht unbemerkt vorüber. Aber wie treten die derzeitigen Beeinträchtigungen eigentlich zum Vorschein? Welche Veränderungen lassen sich in ihrem Alltag feststellen? So nimmt Hauke Hückstädt, Leiter des Literaturhauses Frankfurt am Main, die Situation wahr:

„Um mit einem Scherz zu beginnen: Liegen die Mundschutzmasken, die meine süd-koreanische Schwiegermutter für meine Frau und unsere Kinder vor Wochen schon in Daejeon nähen ließ, bei Ihnen auf dem Hangar? Wir warten wirklich darauf. Und ganz im Ernst: Natürlich, dieses Virus schränkt uns ein, hinterfragt unser Handeln und Treiben. Auch der berufliche Alltag für unser Team am Literaturhaus Frankfurt a.M. könnte trostloser kaum sein. All die Bücher und Autor*innen, die gerade jetzt in die Welt treten wollten, gehen unter, finden kaum Beachtung. Kein Publikumsverkehr in unserem großen neoklassizistischen Haus am Mainufer. Aber die Buchbranche und wir Leser müssen uns auch vorwerfen, dass wir das hohe Kulturgut Buch seit vielen Jahrzehnten nicht anders behandeln als etwa die Mode ihre Jahreszeitkollektionen. Es müsste doch nicht so sein, dass wir all diesen Büchern nur so eine kurze Halbwertzeit zugestehen, weil es bald neue Herbsttitel geben wird und die Titel für das Frühjahr 2021 auch schon geplant sind. Gute Bücher sind doch für ewig gemacht. Die globalisierte Welt dreht ein großes Rad, und wir drehen es schnell. Das wussten wir vorher auch schon. Jetzt bekommen wir es zu spüren. Ich selbst hatte einen vollkommen durchgeplanten Frühjahrs- und Sommerablauf mit unzähligen Veranstaltungen, Geschäftsreisen, Osterurlaub mit der Familie. Und ein Flug war auch dabei. Der Himmel über Frankfurt hat keine „Kratzer“ jetzt, kein Kerosin, keine Kondensstreifen. Jede Stille ist nur so gut wie ihre Freiwilligkeit.“

China versorgt Hessen mit Atemschutzmasken

Im Kampf gegen die Corona-Epidemie hat der Bund eine "Luftbrücke" für Transporte mit dringend benötigter Schutzausrüstung aus China nach Deutschland organisiert. In Hessen landeten bereits 2,8 Millionen Atemschutzmasken aus China am Flughafen Frankfurt. Die 12,7 Tonnen schwere Fracht wurde von Hessens Ministern für Wirtschaft und für Gesundheit persönlich entgegengenommen.  

Ende März kam am Frankfurter Flughafen die langersehnte Luftfracht aus China mit den dringend benötigten Atemschutzmasken an. Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und Gesundheitsminister Kai Klose nahmen die mehr als zwölf Tonnen schwere Ladung mit medizinischen Hilfsmitteln in Empfang.

Die Masken wurden in Shanghai von dem deutschen Medizintechnik-Unternehmen B. Braun Melsungen hergestellt und von den beiden Logistikdienstleistern DB Schenker und Lufthansa Cargo nach Frankfurt transportiert. Die rund 6.000 Kartons umfassende Fracht wurde in einem Passagierflugzeug deponiert: Zur Unterbringung der Ladung mussten sowohl die Sitzreihen des Kabinenbereichs als auch die darüber befindlichen Staufächer in Anspruch genommen werden.

Nun wird das Hessische Wirtschaftsministerium die Güter insbesondere an Krankenhäuser, Rettungsdienste und Pflegeeinrichtungen verteilen. Darüber hinaus werden Unternehmen darum gebeten, vorhandenes Infektionsschutzmaterial zum Verkauf freizustellen, um die vorrangige Versorgung von Gesundheits- und Pflegeinstitutionen während der Corona-Pandemie aufrechterhalten zu können. Denn Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel und Atemschutzmasken werden momentan in den Krankenhäusern dringend benötigt.