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Mirjam Wenzel: „Der Flughafen hat einen wesentlichen Anteil daran, dass Frankfurt eine so diverse und weltoffene Stadt ist.“

Foto: Jüdisches Museum Frankfurt

Ob beruflich oder privat − für viele Menschen gehören Flugreisen einfach dazu. Wir haben Persönlichkeiten aus der Region über das Fliegen und den Flughafen gefragt. Hier antwortet Prof. Dr. Mirjam Wenzel, Direktorin des Jüdischen Museums Frankfurt und Honorarprofessorin der Goethe-Universität:

Frau Prof. Dr. Wenzel, erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Flug?

Ja, das war 1987. Da bin ich mit meinen Eltern und meiner Schwester zum ersten Mal in den Sommerurlaub geflogen, nach Kreta. Fliegen war damals bedeutend exklusiver als heute und ich habe mir noch jahrelang im Stillen erzählt, wann ich wohin geflogen bin. Heute mache ich das weiterhin – bei den Flügen mit meinem Sohn.

Wohin sind Sie von Frankfurt aus das letzte Mal geflogen und warum?

Das letzte Mal bin ich unmittelbar vor Beginn der Corona-Krise von Frankfurt nach Berlin zu einer beratenden Besprechung des geplanten Exilmuseums geflogen. Die Besprechung begann um 10 Uhr morgens und ich hatte am Vorabend eine Veranstaltung in Frankfurt. Daher musste ich das Flugzeug nehmen.

Ihr Lieblingsort auf der Welt, den Sie schon gesehen haben?

Tel Aviv. Ich habe länger dort gelebt und fliege noch immer regelmäßig in diese junge und immer schöner werdende Stadt. Ich liebe die Intensität und bunte Vielfalt zwischen den Straßencafés, dem Shuk in Jaffo und dem Strand.

Ihr Lieblingsziel, an dem Sie noch nie gewesen sind?

Indien. Irgendwann möchte ich einmal in Ruhe dieses Land, das eher ein eigener Kontinent ist, kennenlernen.

Was mögen Sie am Frankfurter Flughafen besonders?

Die Geschäfte. Wenn die Sicherheitskontrolle hinter mir und der Flug noch vor mir liegt, habe ich Zeit, in Ruhe durch die Geschäfte zu schlendern. So habe ich mein liebstes Kleid gefunden.

Was mögen Sie am Airport nicht?

Die Schlangen vor der Sicherheitsschleuse. Insbesondere wenn die Zeit bis zum Boarding knapp wird.

Ist der Flughafen Frankfurt für Sie persönlich wichtig, und warum?

Der Flughafen hat einen wesentlichen Anteil daran, dass Frankfurt eine so diverse und weltoffene Stadt ist. Er führt dazu, dass Leben in dieser eigentlich ja recht kleinen Großstadt einen urbanen Charakter hat: kurzlebig, bunt und international.

Mit wem auf dem Flughafen würden Sie gern einmal tauschen?

Mit einer Fluglotsin oder einem Fluglotsen. Sie haben einen sehr verantwortungsvollen Job.

Wem würden Sie gern einmal begegnen?

Der Diversity-Managerin der Fraport AG, Frau Müller. Ich denke, dass der Umgang mit Diversity in einem so großen internationalen Konzern wie der Fraport AG eine herausfordernde und zugleich sehr wichtige Aufgabe ist.

Welche drei Gegenstände nehmen Sie immer mit in den Flieger?

Mein Smartphone, eine Zeitung und einen Lippenstift.